Geschichte



Die folgende Chronik gibt Aufschluss über die anfängliche Leidensgeschichte des Vereins Telebus Kriens.
Im Lauf der Jahre wurde es eine Erfolgsgeschichte.

Prolog
1990 Nachdem innerhalb von Kriens bisher einzig die Trolleybuslinie 1 die Hauptachse Luzernerstrasse/Obernauerstrasse bediente, werden mit der Kuonimatt, dem Schatten- und dem Sonnenberg auch die Aussenquartiere durch einen Quartierbus erschlossen.
6. Dez. 1992 Ablehnung des Budgets 1993 durch das Krienser Stimmvolk.
21. Januar 1993 Einwohnerrats-Sitzung; Genehmigung der Budgets II/1993, in dem u.a. Kürzungen beim "Kuonimättler" und beim Quartierbus vorgenommen wurden: Schluss der Quartierverbindungen neu (statt wie bisher 00.15 Uhr) bereits um 22 Uhr. Mit 10:15 war ein Antrag aus der SP/GB-Fraktion abgelehnt worden, der die 53'000 Franken für die Quartierverbindungen im bisherigen Rahmen vorsah.
7. März 1993 Annahme des Budgets II/1993 durch den Krienser Souverän
Sommer 1993 "Kuonimättler" und Quartierbus fahren nur noch bis 22 Uhr.
28. Okt. 1993 Budgetberatung im Einwohnerrat Kriens. Ablehnung eines Antrages der SP/GB-Fraktion, die Quartierverbindung als Anruf-Sammeltaxi ab 22 Uhr wieder einzuführen, mit 13:15 Stimmen.

Das Projekt TELEBUS wird konkret
15. Nov. 1993 Fraktions-Sitzung SP/GB: Entscheid, das Projekt "Quartierbus" selbst an die Hand zu nehmen. Als "Antreiber" stellt sich Franz Baumann zur Verfügung. Mit dem Betrieb eines Anrufsammeltaxis wird Conrad Wagner beauftragt.
20. Nov. 1993 Auf Vorschlag des späteren Vereinspräsidenten Franz Baumann soll der Name des neuen Verkehrsmittels "TELEBUS" sein (TELE für schnell und abrufbar, BUS als Assoziation für ein öffentliches Personentransportmittel); über die Trägerschaft usw. werden von den Initianten Absichten konkretisiert.
7. Dez. 1993 Gründung des Vereins Telebus im Hotel Pilatus. Vorstand: Franz Baumann (Präsident), Christof Studhalter (Finanzen) und Hans Nyfeler; Berater ist Conrad Wagner.

1. Januar 1994: Betriebsaufnahme TELEBUS
1. Januar 1994 "Jungfern-Fahrt" des TELEBUS Kriens
April 1994 Angebot des Vereins Telebus an den Gemeinderat, die Quartierverbindungen bereits ab 20 Uhr zu übernehmen
Mai 1994                  Ablehnung des Angebotes durch den Gemeinderat Kriens. Die Geschäftsprüfungskommission des Einwohnerrates reicht eine Motion ein, gemäss der der Betrieb des TELEBUS mit monatlich 3000 Franken unterstützt wird.
26. Mai 1994 Der Einwohnerrat Kriens unterstützt die GPK-Motion mit 16:10 Stimmen. Der TELEBUS-Betrieb wird in der Folge mit 21'000 Franken (7 x 3000 Franken) mitfinanziert.
26. April 1995 Dringliche Motion Frau Trudi Dinkelmanns zugunsten der Weiterführung der Mitfinanzierung des TELEBUS-Betriebs. Der Vorstoss wird mit  8:17 Stimmen abgelehnt.
Sommer 1995 Der TELEBUS-Betrieb wird weitergeführt. Der Verein Telebus erarbeitet ein neues Betriebs- und Finanzierungsmodell für den TELEBUS. Im Vordergrund steht ein Modell mit ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern. Im Nu sind 18 solche gefunden; der Betrieb könnte problemlos aufgenommen werden ... wenn da nicht die Sache mit dem Recht wäre: Das neue Konzept verlangt für solche Fahrerinnen und Fahrer den Führerschein der Kategorie D1 (Taxi). Die Suche nach Freiwilligen geht weiter, das neue Konzept wird verzögert.
4. Sept. 1995 Ein Krienser Taxi-Unternehmen übernimmt die Leistungen des TELEBUS zu dessen bisherigen Bedingungen montags bis samstags für zwei bis vier Monate. Am Sonntag fährt der bisherige TELEBUS.
Herbst/
Winter 1995           
Die Krienser Fahrschule Wespi erklärt sich bereit,  die Ausbildung zum Erhalt des Führerscheins der Kategorie D1 zu sehr günstigen Konditionen zu übernehmen. 18 Frauen und Männer sind bereit, ehrenamtlich den TELEBUS zu chauffieren, fünf von ihnen sind bereits im Besitz des entsprechenden Führerscheins. Die übrigen bereiten sich auf die theoretische und praktische Prüfung beim Strassenverkehrsamt vor.
20. Dez. 1995 Der Verein Telebus übernimmt wieder den TELEBUS-Betrieb.
Januar 1998 Der Verein Telebus hat alle Darlehen zurückbezahlt und ist schuldenfrei.
1. Mai 1998 Einführung eines Einheitstarifs für Jugendliche und Lernpersonal von 3 Franken (innerhalb Kriens‘).
20. Nov. 1998 Der TELEBUS befördert die 20'000. Passagierin, Jacqueline Blättler.
Frühling 1999 Der „Beobachter“ berücksichtigt die Bewerbung des Vereins Telebus Kriens für eine Inserate- und Plakatkampagne. – In Bern, Basel und Zürich werden Plakate mit dem TELEBUS aufgehängt und in 14 schweizerischen Publikationen erscheint ein Inserat mit dem TELEBUS (Gesamtseitenzahl: über 2 Millionen).
1. März 1999 Ermässigung von 1 Franken auf die normalen Tarife für Passepartout- (Monats- und Jahresabonnemente des öffentlichen Verkehrs) und GA-Besitzende.
4.  Dez. 1999 Der TELEBUS befördert die 25'000. Passagierin, Rita Eriksson.
23. Mai 2002 Der TELEBUS befördert den 40’000. Passagier, Andreas Camenisch.
Herbst 2003 Die neue Interpretation der Arbeits- und Ruhezeitverordnung ergibt die Möglichkeit, künftig auch ohne den Führerschein der Kategorie D1 (Taxiprüfung) den Telebus chauffieren zu dürfen, weil der Verein als Betreiber des Telebusses keinen Gewinn erzielen will und mit den Billetteinnahmen nur die Fahrzeugkosten gedeckt werden. Unsere Interpretation wird sowohl vom „Kanton Luzern“ als auch vom Bundesamt für Strassen gestützt. Somit wird die künftige Suche nach freiwilligen und ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern vereinfacht.
1. Januar 2004 Der Jugendlichen-Tarif von 3 Franken wird beibehalten, die zusätzliche Ermässigung von 1 Franken beim Besitz eines Passepartouts wird jedoch für Jugendliche nicht mehr gewährt, mit Ausnahme von jugendlichen Vereinsmitgliedern.

12. Dezember 2004: Der Telebus fährt bereits ab 20 Uhr
2004   Aus Kosten- und Frequenzgründen beabsichtigt der Gemeinderat, den Quartierbus bereits um 20 Uhr in die Garage fahren zu lassen. Der Verein Telebus sieht sich gefordert, allfälligen Wünschen aus der Mitgliedschaft gerecht zu werden, diese Lücke – entsprechend dem Vereinszweck – wieder zu füllen. In Verhandlungen mit dem Gemeinderat erklärt sich der Verein Telebus bereit, gegen eine kostendeckende Entschädigung mit dem Telebusbetrieb bereits um 20 Uhr zu beginnen. Verbunden damit sind die Suche nach neuem Fahr-Personal und die Möglichkeit, das Chauffieren auf zwei Schichten aufzuteilen.
20. April 2004 Andreas von Deschwanden wird der 50'000. Gast des Telebus’.
12. Dez. 2004 Der Telebus übernimmt anstelle des Quartierbusses Nr. 15 die Quartierverbindungen bereits ab 20 Uhr.
3. Okt. 2005   Der Verein Telebus erhält den „Umweltpreis 2005“ der Gemeinde Kriens. Die „Bürgerwehr für das öV-Angebot“ wird im Medientext wie folgt umschrieben: Das Ruftaxi ergänzt das Krienser Angebot des öffentlichen Verkehrs seit über 10 Jahren zu Randzeiten und ist längst eine unverzichtbare Ergänzung im Mobilitätsangebot von Kriens. - Anerkennung für Geleistetes im Erhalt und in der Aufwertung des natürlichen Lebensraumes: Mit diesem Ziel verleiht die UNK in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Umweltpreis. Ausgezeichnet werden soll das konkrete Engagement von Personen und Institutionen in Projekten des Umwelt- und Naturschutzes oder aber der Einsatz für innovative Ideen in diesem Bereich.
10. März 2006 Nachdem freitags und samstags – vor allem wegen der „Unterhaltungs-Szenerie Oberkuonimatt“ - die Telebus-Frequenzen bereits seit einigen Monaten auf einem sehr hohen Niveau lagen und deshalb die Gäste bei der Busschleife Wartezeiten in Kauf nehmen mussten, entschieden Generalversammlung und Vereinsvorstand, möglichst rasch an diesen beiden Tagen einen zweiten Telebus in Betrieb zu nehmen. Aufgrund der Mobility-Verfügbarkeit kam dafür ein Renault Mégane vom Standort Zunacher in Betrieb. – Der Telebus 1 ist mit dem offiziellen Handy ausgerüstet; der Telebus 2 nimmt seit dem 10. März 2006 primär die Gäste bei der Busschleife in Empfang und die beiden Telebusse helfen sich gegenseitig aus.
15. März 2006 Mobility hat den durch den Telebus genutzten  Opel Astra durch einen Renault Mégane ersetzt. Leider lässt sich dazu kein passender Veloträger finden, so dass der Telebus schweren Herzens vorläufig den Velo-Transport nicht mehr als Dienstleistung anbieten kann.
Dezember 2006 Erstmals haben in einem Monat über 1000 Personen den Telebus genutzt. Das Jahrestotal liegt bei 9989 beförderten Gästen.
April-Juli 2007 Im Auftrag der Gemeinde Kriens sondiert der Telebus das Bedürfnis von Quartierverbindungen tagsüber an Sonn- und Feiertagen. An den 15 Tagen nutzen zwischen 08 und 20 Uhr durchschnittlich 3 Personen pro Stunde den Sonntags-Telebus. – Der Gemeinderat erhält einen ausführlichen Projektbericht.
16. April 2007 Bianca Enz ist die 75‘000. Passagierin.
Dezember 2007 Erstmals in seiner Geschichte übertrifft der Telebus die Jahres-Passagierzahl 10‘000. Am Ende des Jahres sind es genau 10‘763 Gäste.
März 2008 Der Telebus hat eine eigene Homepage. Unter www.telebus.ch können die wichtigsten Informationen abgerufen werden.
Juli 2009 In der Nacht vom 10. auf den 11. Juli 2009 konnte der Telebus Kriens ein denkwürdiges Jubiläum feiern: den 100‘000. Gast. Lea Bründler war die Glückliche; sie stieg zusammen mit Claudio Catenazzi um 00.42 in den Telebus ein und die zwei liessen sich an den Dattenbergrain führen. Sieben Minuten vorher hatte Margret Lipp als 99‘999. das Jubiläum etwas zu früh angetreten.
Januar 2010 Mit einer moderaten Anpassung der Fahrpreise reagiert der Telebus auf die Nachfrage: Jugendliche neu 4 Franken, Aussengebiete von Kriens  +1 Franken; Orte ausserhalb von Kriens +2 Franken.
   
 

2014 – Der Telebus feiert sein 20-jähriges Bestehen

   
Januar 2014

Am Neujahrstag feiern ehemalige und aktuelle Telebus-Chargierte das 20-Jahr-Jubiläum bei der Busschleife. Einwohnerratspräsidentin Chris Kaufmann-Wolf hält die „politische Ansprache“ und anschliessend feiern  die rund 60 Anwesenden im Ristorante „Uno e più“.

Februar 2014

An der 20. Generalversammlung steht der Rückblick auf 20 Jahre erfolgreichen Telebus im Mittelpunkt.

August 2014 Anstelle des Schiessstands Obernau gibt uns dieses Jahr das Bocciodromo Allmend Luzern Gastrecht. Bei einem Bocciaspiel, dem Abendessen und dem gemütlichen Beisammensein werden auch Reminiszenzen aus der 20-jährigen Telebusgeschichte feilgehalten.
Dezember 2014

Der Telebus präsentiert sich am Weihnachtsmarkt im Bellpark Kriens.
Zuvor hatten die Telebus-Frauen bequeme Pantoffeln „glismet“. Diese wurden am Telebus-Stand verkauft. Der Verkaufserlös von 1000 Franken ging an die Stiftung Theodora (Clowns für unsere Kinder im Spital).

Feburar 2016

An der Generalversammlung können 5 Fahrer für 20-jährige Freiwilligenarbeit als Telebusfahrer geehrt werden: Josef Egli, Franz Baumann, Thomas Bucher, Simon Covi, Martin Heini.

Februar 2017

Mit der Wahl von Thomas Fischer in den Vorstand wird die Ablösung der Vereinsleitung in die Wege geleitet. Thomas Fischer wird an der GV 2018 von Franz Baumann das Präsidium übernehmen.

April 2017

Mit dem Abriss des Gemeindeschuppens hinter dem Gemeindehaus muss der Telebus einen neuen Standort für den Materialschrank suchen. Der Mobility-Parkplatz für den Telebus wird an die Quellenstrasse verlegt. Der Fahrer und Hobby-Holzbauer Franz Troxler schreinert einen neuen Materialschrank. Dieser findet seinen Standort am Kirchrainweg 2, wo ihm die Soziale Baugenossenschaft Luzern gratis Gastrecht  gibt.

18. März 2018

Auf die 24. GV übergibt Franz Baumann, Gründer und Vereinspräsident des Telebus‘, die Führung des Vereins an Thomas Fischer. Franz Baumann wird von der Generalversammlung zum Ehrenmitglied ernannt und im Vorsommer gebührend verabschiedet.

Frühling 2018

Die Mobility kündigt einen über 50%-igen Preisaufschlag für die Nutzung des Autos an. Nach intensiven Verhandlungen und dank der Nutzung eines andern Mobility-Autos (Sternmatt) kann der Aufschlag etwas abgefedert werden. Zusätzliche Einnahmen werden durch den Verzicht auf die Ermässigung der Fahrten von Passepartout- und GA-Besitzenden generiert.



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